Wissenswertes über Schmetterlinge

Zacken-Eule

Vor allem Tagfalter, aber auch etliche tagaktive Nachtfalter sind gut sichtbare, bunte faszinierende Flugkünstler, die uns im Sommer zeigen, wo die Natur noch in Ordnung ist. Die ersten fliegen schon im März, die letzten bis Ende Oktober.

Was brauchen sie?
Vor allem blütenreiche Flächen von April/Mai bis Oktober! Die meisten Falter brauchen Blüten, um Nektar und Energie zu „tanken“. Viele Arten können dies nur an Wildblumen. Manche kommen auch gut sogar mit exotischen Gartenblüten zurecht, wie z.B. dem Schmetterlingsflieder (Buddleja): Tag-Pfauenaugen, Distelfalter, Zitronenfalter und Kleiner Fuchs – die sogenannten „Allerweltsarten“.
Für ihren Nachwuchs brauchen aber auch sie, wie die anderen Arten, einheimische Wildpflanzen, an die sie ihre Eier ablegen. Die daraus schlüpfenden Raupen können nur an bestimmten Pflanzen fressen und wachsen, oft sogar auch nur an bestimmten Standorten dieser Pflanzen – z.B. im Schatten oder in der Sonne. Dies ist angeboren, deshalb artspezifisch.
Wird das natürliche Gleichgewicht durch Eingriffe der Menschen gestört, dann können Raupen Schaden anrichten, z.B. Kleine und Große Kohlweißlinge: Im Frühjahr fressen noch heute die Raupen an wilden Kreuzblütlern wie Knoblauchsrauke. Erst der Anbau von Kohl und Raps lockte die Falter an einen reich gedeckten Tisch – und sie vermehrten sich stärker als normal!
Weshalb verschwinden Arten?
Großflächige Felder und intensive Bewirtschaftung lassen kaum Raum für Wildpflanzen und Tiere. Überdüngen und intensive Pflegemaßnahmen wie zu häufiges Mähen und Unkrautbekämpfung lassen viele Wildkräuter-Arten und damit Raupenpflanzen und Saugpflanzen verschwinden.
Immer mehr Schmetterlingsarten werden deshalb selten oder sterben sogar aus!
Natürliche Feinde
Eidechsen, Vögel, Fledermäuse und Igel leben z.T. von Raupen, Puppen und Faltern.
Auch Spinnen, Käfer und Sandwespen verhindern normalerweise eine Massenvermehrung.
Sie sind natürliche Fress-Feinde von Schmetterlingen. Krankheiten durch Parasiten wie Schlupfwespen, Raupenfliegen, Viren, Bakterien und Pilze befallen die Raupen und lassen ihre Zahl nicht überhandnehmen. Steigt die Raupenzahl, vermehren sich auch die Feinde!
Überwinterung
Schmetterlinge überwintern je nach Art in unterschiedlichen Entwicklungsstadien: Die meisten als Ei, Raupe und Puppe, unscheinbar am und im Boden, im Laub oder an trockenen Pflanzenteilen, Ästen und Rinde, wenige als Falter.
Der Zitronenfalter schafft es mit Hilfe eines eigenen Frostschutzmittels im Freien.
Kleiner Fuchs, Großer Fuchs, Tagpfauenauge, C-Falter und Trauermantel, aber auch Nachtfalter wie die Zacken-Eule überwintern in frostgeschützten Verstecken wie z.B. in Baumspalten oder Häusern. Sie fliegen als erste im Frühling. Wenn sie im Keller oder Dachboden überwintern, sollte man sie nicht stören, sondern sitzen lassen und im Frühjahr ein Hinausfliegen rechtzeitig ermöglichen.



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