Aufgabe der niedersächsischen Landesforsten

Für die Landesforsten gilt laut "LÖWE-Erlass" offiziell folgendes:

"Leitbild der langfristigen Waldentwicklung sind

  • standortgemäße,
  • struktur- und artenreiche,
  • leistungsstarke,
  • gesunde,
  • stabile
  • sowie abwechslungsreiche Wälder,

in denen alle Waldfunktionen im Sinne ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit in bestmöglicher Weise aufeinander abgestimmt sind.
Erreicht werden soll dieses Ziel durch einen naturnahen Waldbau, der heute als Bewirtschaftungsprinzip gesellschaftlich und politisch anerkannt ist und dessen Grundlagen wissenschaftlich abgesichert sind."

Den Landesförstern sei auch die folgenden Zitate aus dem LÖWE-Erlass ins Stammbuch geschrieben:

"Die Anstalt Niedersächsische Landesforsten trägt als Eigentümerin des Landeswaldes maßgeblich dazu bei, die Vielfalt an Lebensräumen und
damit an Pflanzen- und Tierarten im gesamten Landeswald zu erhalten und zu entwickeln.
Dies gilt insbesondere in den Schutzgebieten nach dem Naturschutzrecht (vor allem NATURA 2000, Naturschutzgebiete, Naturparks und Landschaftsschutzgebiete) und in den in Eigenbindung ausgewiesenen Waldschutzgebieten entsprechend ihrer Zielvorgaben.
Sie hat damit hinsichtlich der ökologischen Funktion des Waldes, wie auch seiner ökonomischen und sozioökonomischen Funktionen eine Vorbildfunktion gegenüber anderen Waldbesitzern."

"In NATURA 2000 Gebieten im Landeswald ist aufgrund der europarechtlichen
Verpflichtungen die Erhaltung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der Lebensraumtypen gem. Anh. I FFH-Richtlinie bzw. der Arten gem. der Anhänge von FFH-Richtlinie und Vogelschutz-Richtlinie ein bestimmendes Ziel forstlichen Handelns.
Auf Böden, die durch anthropogene Einwirkungen weder degradiert noch erheblich gestört sind (alte Waldstandorte), darf die natürlich gewachsene Struktur von Humuskörper, Mineralboden und Relief grundsätzlich nicht nachhaltig verändert werden. Ausnahmen können sich beim Umbau von nicht standortgemäßer Bestockung ergeben."

"Bodenverdichtungen durch Maschineneinsatz sind - u. a. durch die Wahl eines
geeigneten Erschließungssystems - zu vermeiden."

"Die NLF sind im Landeswald zuständig für die Festlegung von Erhaltungsmaßnahmen im Sinne des
- Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die
Erhaltung der wildlebenden Vögel (Vogelschutzrichtlinie) und des
- Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie)
und stellen für Natura 2000-Gebiete und Naturschutzgebiete, soweit erforderlich, Managementpläne bzw. Pflege- und Entwicklungspläne auf."

"Waldinnenränder bieten im Wald lichtbedürftigen Pflanzen- und Tierarten gute
Lebensmöglichkeiten. Entsprechend ist ihnen entlang der Wege in einer ausreichenden Tiefe ein Raum zur natürlichen Entwicklung einzuräumen. Intakte
Waldmäntel älterer Bestände sind zu erhalten. Bei der Anlage von Holzlagerplätzen und dem Offenhalten des Wegelichtraumprofils ist auf die Erhaltung abwechslungsreicher Waldinnenränder sowie auf Vorkommen besonders und streng geschützter Arten zu achten."



Download zur Waldzerstörung durch Großmaschinen

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