Sandtrockenrasen-Wegrain

Erscheinungsbild

niedrigwüchsig, locker, produktionsschwach, oft nur schütterer Bewuchs, Moose auffallend gut entwickelt, viel offener Boden

Wegrain bei Lüder im Winter mit Fruchtständen des Rainfarns: Solche Bilder sind nur auf ungemähten Wegrainen möglich. © R.Klusmeyer

Kennzeichnende Arten:

  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
  • Acker-Ehrenpreis (Veronica arvensis)
  • Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana)
  • Kleiner Vogelfuss (Ornithopus perpusillus)
  • Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea)

Vorkommen

trockenheitsgefährdete Sandböden mit Bodenzahlen von 20 bis 30

Optimalpflege

Räumliche Unterteilung der Wegraine in 4 Mähabschnitte, Länge 30 bis 200 m, Pflegewechsel an Zwangspunkten wie Gehölzgruppen, Wegeeinmündungen, Ackergrenzen o.ä.

Mähabschnitte:

  1. Mahd Mitte Juli mit Abtrag
  2. Mahd Anfang September mit Abtrag
  3. Mahd in 3- bis 5-jährigem Abstand ab Mitte Juli
  4. mehrjährige, ungesörte Brachebereiche

Minimalpflege

abschnittsweise Mahd nicht vor Mitte Juli, eingestreut mehrjährig ungemähte Bracheinseln in selten befahrenen Bereichen vorsehen



Das Gemeine Ferkelkraut

(Hypochoeris radicanta) blüht im Hochsommer. Werden die Sandtrockenrasen-Wegraine zu früh im Jahr gemäht, kann diese Art keine Blütenstände entwickeln. © R.Klusmeyer

Spätsommer-Aspekt

eines nicht gemähten Sandtrockenrasen-Wegrains bei Bankewitz © R.Klusmeyer
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