Glatthafer-Wegrain

Erscheinungsbild

hochwüchsige und üppige Bestände mit zweischichtiger Struktur, sehr vielgestaltig

Glatthafer-Wegrain bei Oetzendorf im Juni im Wiesenkerbel-Aspekt © R.Klusmeyer

Kennzeichnende Arten

  • Glatthafer (Arrhenatherum elatius)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium)
  • Weiße Taubnessel (Lamium album)

Vorkommen

lehmige Sande, auch auf Sandlöss, Bodenzahlen 45 bis 60

Optimalpflege

Räumliche Unterteilung der Wegraine in 4 Mähabschnitte, Länge 30 bis 200 m, Pflegewechsel an Zwangspunkten wie Gehölzgruppen, Wegeeinmündungen, Ackergrenzen o.ä.

Mähabschnitte:

  1. zweimalige Mahd Mitte Juni und Mitte September mit Abtrag
  2. Mahd Mitte Juli mit Abtrag
  3. Mahd ab Ende August
  4. mehrjährige, ungestörte Brachebereiche

Minimalpflege

abschnittsweise Mahd, Teilflächen mit Mähgutabtrag

  1. Mahd ab Mitte Juni
  2. zweimalige Mahd Mitte Juni und im September
  3. eingestreut in 2- bis 5-jährigem Abstand ab Ende Juni gemähte Bereiche


Der zweischichtige Bestandsaufbau

ist ein wesentliches Merkmal der Glatthafer-Wegraine. Im Frühsommer wird die obere Schicht durch Wiesen-Kerbel und die Fruchtstände verschiedener Obergräser bestimmt. Die dichte Unterschicht kann einen hohen Anteil an Brennnessel und Weißer Taubnessel aufweisen. Werden die Bereiche nicht gemäht, so entwickeln sich Brennnessel-Bestände. © R.Klusmeyer

Nicht gemähte Glatthafer-Wegraine

zeigen eine ausgeprägte Winterstruktur. In diesen abwechselungsreichen Beständen finden viele Tierarten der Agrarlandschaft geeignete Überwinterungsmöglichkeiten. © R.Klusmeyer
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