Wegraine bewahren und entwickeln

Damit Agrarlandschaften ihre Funktion als Lebensraum typischer Tier- und Pflanzenarten erfüllen können, müssen sie ganzjährig geeignete Bedingungen bereitstellen.

Da die Ackerschläge intensiv genutzt werden und stark wechselnde Lebensbedingungen aufweisen, kommt den Wegrainen im Lebensraum "Agrarlandschaft" entscheidende Bedeutung zu, Wichtige Faktoren für den Naturschutz sind z.B. ein durchgängiges Blütenangebot und ausreichende Rückzugsmöglichkeiten während der gesamten Vegetationsperiode.

Werden, wie heute vielerorts üblich, die Wegränder über weite Strecken gleichzeitig gemäht, so haben die hier lebenden Tiere keinerlei Ausweichmöglichkeiten. Eine zeitliche Staffelung der Mähtermine dagegen erhält lebenswichtige Rückzugsmöglichkeiten und sichert ein konstantes Blütenangebot. Dabei dürfen die einzelnen Pflegeflächen nicht zu groß sein. Viele Wegrainbewohner sind sehr ortstreu, ihr Aktionsradius beträgt nur wenige hundert Meter.

Besonderes Augenmerk sollte auf die Einrichtung von störungsarmen Brachflächen auf Wegrändern gelegt werden. Wo immer möglich, sind sie zeitlich und räumlich konstant zu halten, um eine Ausbildung typischer Brachestrukturen zu ermöglichen. Schon eingestreute Bracheinseln von 30 m Länge stellen aufgrund ihrer besonderen Struktur mit dem hohen Anteil an stehenden Trockenstängeln im Winter für die Tierwelt einen wichtigen Nahrungs- und Rückzugsraum in der Agrarlandschaft dar.



Auszug aus dem Projektbericht

Berichtnetz.pdf

2.4 M
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