Flankierende Maßnahmen

Um ein stabiles Vegetationsgefüge an Wegrändern etablieren zu können, wird eine Breite von wenigstens 2 m benötigt. Geringere Breiten lassen starke Randeffekte erwarten, die die dauernde Ausbildung einer "Sörvegetatio" begünstigen.
Viele Söreinflüsse lassen sich ohne Beeinträchtigung der ordnungsgemäßen Landbewirtschaftung durch einfache Maßnahmen minimieren, Auch ergänzende Maßnahmen können förderlich sein, z.B.

  • die Einrichtung fester Überfahrten
  • die Einrichtung von Ackerrandstreifen ohne Herbizid- und Düngereinsatz

Solche flankierenden Maßnahmen bieten sich besonders dort an, wo ein Pflegekonzept z.B. im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen umgesetzt werden soll.
Fördermöglichkeiten können sich ebenfalls aus den aktuellen Agrar-Umweltprogrammen z.B. des Landes Niedersachsen und verschiedener Organisationen wie der Landesjägerschaft ergeben. Langfristige vertragliche Regelungen sind anzustreben.
Hier erschlißen sich für Landwirte zusätzliche Verdienstmöglichkeiten. Eine Abwicklung der Pflege kann beispielsweise auch über Maschinenringe geschehen.

Biotopverbund

Wegraine können als linienförmige Biotope im Zusammenspiel mit anderen Landschaftselementen zur Aufwertung der ökologischen Funktionszusammenhänge in der Landschaft beitragen. Sie bilden Verbindungslinien zu anderen, verstreut in der Ackerlandschaftliegenden Biotopen (Hecken, Feldgehölze, Dauerbrachen, Gewässer) und den angrenzenden Waldbereichen und ermöglichen so einen Organismenaustausch. Die Entwicklung eines solchen Biotopverbundsystems ist ein wesentliches Ziel der Landschaftsgestaltung in landwirtschaftlich genutzten Räumen und ist auch im Bundesnaturschutzgesetz verankert,
Sowohl die Schaffung von Biotopverbundsystemen als auch für die Planung von Kompensationsmaßnahmen an Wegrändern ist in jedem Fall eine detaillierte ortsbezogene Planung notwendig.

Wegrain bei Oetzen:

Vielgestaltige und durch ästhetisch ansprechende Wegraine können durch geeignete Mähkonzepte entwickelt werden. Eine Umsetzung kann nur durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, der Landwirtschaft und dem Naturschutz erreicht werden. © R.Klusmeyer


Auszug aus dem Projektbericht

Berichtnetz.pdf

2.4 M
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