A 39: Ein sinnloses Prestigeprojekt

Wir haben folgende Stellungnahme zum Projekt ST5142 - A39 Wolfsburg (B 188) - Lüneburg (1. BA Uelzen-Lüneburg) des Entwurfes zum Bundesverkehrswegeplan 2003 in die Datenbank des BUND zum Bundesverkehrwegeplan eingestellt. Sie wurde - hoffentlich - in die vom Bundesverkehrsministerium vorgenommenen Beteiligung des BUND als anerkannter Umweltverband einbezogen.

Das Projekt ist unnötig, da ein Ausbau der B4 und der B71 nach Osten umweltschonender und zu wesentlich geringeren Kosten die gleiche Erreichbarkeit und mehr regionalen Nutzen bringt:

  • Das Projekt belastet unnötig die öffentlichen Haushalte. Ein Bundesstraßenausbau würde höchstens. 25 Prozent des Autobahnneubaus kosten und in wesentlich kürzerer Zeit die wirtschaftlich und zur Unfallminderung dringend benötigte bessere Anbindung des Raumes Uelzen bringen.
  • In Zeiten, in denen der Staat sich immer stärker einer Aufgabenkritik stellen muss, ist besonderer Wert auf eine wirtschaftlich tragfähige und effektive Lösung zu legen.
  • Fatal für die Anwohner der B4: Umgehungen im Zuge der B4 und B71 bleiben erforderlich, sind aber wegen der Autobahn nicht mehr geplant.
  • Die jetzige Umgehung um Lüneburg reicht für die Anbindung der ausgebauten B4 (OU Melbeck) aus. Sie ist als autobahnähnlich anzuerkennen. In Oldenburg gibt es eine ähnliche Lösung.
  • Durch eine Autobahn sind stärkere wirtschaftliche Absaugeffekte zu erwarten, der Landkreis wird zu einer reinen Transitregion degradiert.
  • Lärm, Luftverschmutzung und Landschaftszerschneidung im "Tourismuskreis Uelzen" nehmen erheblich zu.
  • Bei Einführung der LKW-Maut wäre keine Verkehrsentlastung zu erwarten, da LKW weiter die Bundesstraßen benutzen würden.

Das Projekt belastet unnötig die öffentlichen Haushalte.Das Projekt ist in höchstem Maße umweltschädlich, da ein in sich relativ intakter und unzerschnittener Raum mit zahlreichen wertvollen vernetzten Gebieten (darunter FFH und Vogelschutzrichtlinie) und ruhiger Landschaft zerschnitten und verlärmt wird. Zusätzliche erheblich negative Effekte sind von Zubringern, Flurbereinigungen und anderen Folgeprojekten zu erwarten.Die Trennung der A 39 in 2 Abschnitte ist abzulehnen, da der erhoffte Nutzen sich nur aus dem Gesamtzusammenhang ergeben kann und durch abschnittsweise Realisierung eine falsche Präjudizierung erzeugt wird.



Stellungnahme des BUND zum Raumordnungsverfahren A39

Stellungnahme-A39-0607.pdf

203 K

Stellungnahme des Bundesumweltministeriums zur Linienbestimmung A 39

Stellungnahme-BMU-0807.pdf

513 K

Einflussmöglichkeiten beim Fernstraßenbau (BUND-Hintergrundpapier)

Einflussmoeglichkeiten-Fernstrassenbau.pdf

105 K
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