Unser Verfahren

Die BUND-Kreisgruppe Uelzen hat das zum Anlass genommen, eine Methode zu entwickeln, die diese Fehler vermeidet und ein besseres Ergebnis bringt. In Absprache mit den Besitzern der Hecken( privat oder Kommune) wurde die Pflege nach folgendem Muster durchgeführt:
 
Zuerst wird die Hecke auf der ganzen Länge in etwa gleichlange Abschnitte á 10-25 m eingeteilt und eingestreute Bäume nach ihrer Funktion am Standort zum Stehen lassen markiert.

Typische Heckenabschnitte © W.Meyer

Jeder zweite Abschnitt wird dann -mit Ausnahme der markierten Bäume- in der Winterperiode „auf den Stock gesetzt“.
Konkret wird alles abgesägt oder mit Astscheren so abgeschnitten, dass 20-30 cm lange Stöcke stehen bleiben, die genügend Knospen und schlafende Augen haben, um im kommenden Frühjahr auszutreiben.

Tiefer, sauberer Schnitt © W.Meyer

Durch den abschnittsweisen Eingriff bleibt genügend alte Hecke stehen, damit der charakteristische Zustand nicht radikal verändert wird und spezialisierte Arten ihren Lebensraum nicht verlieren.
In fünf bis acht Jahren werden dann die anderen Abschnitte auf den Stock gesetzt.

Dichter neuer Austrieb © W.Meyer

Der Austrieb der Büsche erfolgt im darauf folgenden Frühjahr meist sehr heftig, da ein starkes Wurzelwerk nur wenig über der Erde zu versorgen hat.
Schon im nächsten Jahr ist an der Höhe der Sträucher kaum noch zu erkennen, wo gesägt wurde. Nur an der Struktur erkennt man die verjüngte Hecke: unten dicht - oben licht. Einzelne Bäume, deren Längenwachstum nicht unterbrochen wurde modulieren die Höhe der Hecke und geben den Baumbewohnern den Lebensraum. Die Hecke ähnelt in der Pflanzenzusammensetzung einem natürlichen Waldrand, der sich ja durch eine höhere Artenvielfalt auszeichnet als Wald oder Acker. Deshalb gehören Bäume zur Hecke, die von jeder Seite ein Waldrand ist.
Da durch diese Methode je nach Bodengüte alle 5- 8 Jahre 50% der Hecke verjüngt wird, erhält der Heckenbesitzer (Kommune oder privat) eine klare Übersicht über den jährlichen Arbeitsanfall zur Heckenpflege.

Viele Jahre wurde die Heckenpflege an den verschiedenen Stellen im Landkreis Uelzen durch Mitglieder der BUND- Kreisgruppe ehrenamtlich geleistet. In den letzten fünf Jahren entwickelte sich eine Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zwischen Der Kreisgruppe Uelzen und dem Dienstleistungszentrum IDA (Integration durch Arbeit) Uelzen.
Zur Zeit werden Arbeitskräfte aus dem Projekt „Fördern und Fordern“ von der Agentur für Arbeit vermittelt und über das Dienstleistungszentrum IDA durch die BUND- Kreisgruppe Uelzen zur Hecken- und Landschaftspflegearbeiten eingesetzt. Zu ihrer Qualifizierung erhalten die Arbeiter die Möglichkeit, den „Schein zum Führen einer Motorsäge zu erwerben, sowie die Erfahrung im Umwelt- und Landschaftspflegebereich zu sammeln.
Betreut wird diese Arbeitsgruppe durch zwei Personen aus der BUND- Kreisgruppe Uelzen, die Erfahrung in Menschenführung, im Natur- und Umweltschutz sowie praktischer Ausführung<//span> haben.



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