BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


2021 - Rege Betriebsamkeit auf der neuen Streuobstwiese in Lintzel

Es war viel los am mittleren Augustwochenende auf der Streuobstwiese am Rand des Landkreises Uelzen: Bei perfektem Wetter wurde der erste Teil der diesjährigen Pflanzaktion angegangen. Das von der Kreisgruppe des BUND Uelzen koordinierte und großzügig von der Bingo Umweltstiftung Niedersachsen und der Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen unterstützte Projekt ist damit voll und ganz im zweiten Jahr der Umsetzung angekommen.

Für dieses Wochenende war alles in Vorhinein vorbereitet worden: Draht für die Wühlmauskörbe, Baumpfähle, Komposterde waren besorgt, die Wiese war gemäht und das Heu trocknete, die manuelle Heupresse war fast fertig. Zwei Dutzend freiwillige Helferinnen und Helfer hatten sich nach Einladung bereit erklärt, vorbeizukommen und die Entstehung der Streuobstwiese zu unterstützen.

Am Freitag wurde in Ruhe vermessen und die Position der neuen Bäume bestimmt, das Heu musste nochmals gewendet werden. Am Samstag und Sonntag ging es dann unter der Augustsonne mit viel Schweiß zur Sache. Großzügige Pflanzlöcher wurden mit Spaten und Schaufel ausgehoben, die frisch geknüpften Wühlmausnetze wurden eingelassen, die mit Kompost aufgebesserte Erde herangeschafft und alles für die spätere Pflanzung eingerichtet. Besonders viel Spaß bereitete das Ballenpressen von Hand, ist es doch eigentlich eine seit Jahrzehnten von Maschinen erledigte Tätigkeit.

Auch Verpflegung und Entspannung kamen nicht zu kurz: Ein kleines Zeltlager auf der Wiese beherbergte die Gäste, fleißige Helferinnen und Helfer sorgten in der Küche für beste Verpflegung von Brötchen mit Rührei am Morgen bis Kuchen am Nachmittag und Pizza am Abend, danach ließ man den Tag an der Feuertonne ausklingen.

Nun können die Bäume jetzt im November gepflanzt werden!

 

 

 

Wildkatzenerfassung im Landkreis Uelzen

2017 beteiligten sich zahlreiche Mitglieder der BUND Kreisgruppe Uelzen
(neben Förstern aus Landes- und Privatforst) am Wildkatzenmonitoring.

Wildkatze - BUND Archivfoto von Thomas Stephan

Was war das Ziel? Bundesweit wird untersucht, wo die seltene Wildkatze vorkommt. Um sie besser schützen zu können, will man langfristig die Korridore zwischen den einzelnen Populationen verbessern, damit Wanderungen stattfinden können und ein Genaustausch zwischen den Populationen leichter möglich wird. Das Wissen um die Lebensräume der Art könnte auch bei großen Planfeststellungen (Straßenbau z.B.) eine Rolle spielen (Wildbrücken …).
Groß war die Freude, als BUND-Mitglieder die ersten Katzenhaare am Lockstock fanden. Und erst Recht, als nach ein paar Monaten das Ergebnis der DNA Untersuchung feststand: Wir hatten tatsächlich eine Wildkatze nachweisen können.
Lockstöcke sind Holzstäbe, die für einen kurzen Zeitraum mit Baldrian besprüht werden, um möglicherweise im Gebiet vorkommende Wildkatzen zum Markieren zu bewegen.

gelbe Sterne:       Messtischblätter in denen gesucht wurde
schwarze Sterne: Messtischblätter in denen die Wildkatze nachgewiesen werden konnte

 

 

Jens Kirsten und Annegret Schubert                Vorsichtig werden die Katzenhaare mit
kontrollieren Wildkatzen-Lockstöcke                der Pinzette abgenommen und für die
der BUND Kreisgruppe Uelzen.                        DNA-Untersuchung gesichert.

Jens Kirsten gelang sogar ein Foto mit der Wildkamera von der Wildkatze am Lockstock.

Quelle: http://uelzen.bund.net/startseite/