Tätigkeitsbericht 2017

Mit der Unterstützung engagierter Mitglieder und Interessierter konnten wir im vergangenen Jahr folgendes bewegen

 1. Wir haben etwas bewegt

  •  Insektenschutzprojekt Sandgrube Haspelbiotop: Radladerarbeiten, mehrere Biotoppflegetermine Entkusseln (Kiefern und Birken entfernt), Goldrute zurückdrängen, Sandabstiche wiederherstellen, Planung mit Stadt, Naturschutzbehörde, Baufirma und Bingo Lotto für weitere Maßnahmen
  • Kindergruppe Ferienangebot
  • Reparatur Wildschutzzäune auf unserer Fläche Wierener Berg (Naturverjüngung ermöglichen)
  • Nistkästen reinigen

2. Wir gingen an die Öffentlichkeit

  • Zeitungsartikel zu Kleingewässer und Libelle des Jahres 2017 und 2018 , Nistkästen, fehlende wolfssichere Zäunung am Wildgatter Uelzen…

3. Wir können nur schützen, was wir kennen

Unter diesem Motto haben wir auch in 2017 wieder zahlreiche Biotope untersucht, die Ergebnisse veröffentlicht und schützenswerte Arten an NLWKN und Untere Naturschutzbehörde gemeldet.

  • Kartierungen an Kleingewässern und in Naturschutzgebieten im gesamten Landkreis
  • Fortführung der Kartierungen und Beobachtungen im Naturschutzgebiet Lohn
  • Tagfalterkartierungen auf dem Kanalberg mit Dokumentation zum „Tagfaltermonitoring“
  •  Fortführung der Schmetterlings-, Libellen- und Biotopkartierungen (über 60 Lebensräume) und Meldungen an NLWKN und Untere Naturschutzbehörde, Fotodokumentationen, Kartendarstellungen  (Pflanzen, Käfer, Wildbienen, Heuschrecken, Schmetterlinge, Libellen)
  • Mitarbeit Rote Liste und  Verbreitungsatlas der Libellen Niedersachsens
  • Fotoarchiv Natur im LK Uelzen (auch Naturschutzgebiete)
  • erfolgreiche Teilnahme am Wildkatzenerfassungsprogramm

4. Vorträge und Veranstaltungen

  • monatliche Führungen durch die Natur des Ilmenautals bei Bad Bevensen durch Siegfried Tippel

 5. Wir haben uns informiert, positioniert und Stellung bezogen

  • Fortführung der Betreuung des Droher Holzes
  • Mitarbeit bei Schutzgebietsausweisungen FFH-Gebiet „Mittleres Gerdautal“ und „Oberes Gerdautal“, Ellerndorfer Heide als LSGs
  • Beurteilung vor Straßenbaumfällungen bei Lehmke
  • Stellungnahmen: Ellerndorfer Heide; Hähnchenstall Varbitz; FFH-Gebiete Gerdautal, Baugebiete Holdenstedt, Wessenstedt, Bargfeld, Bohlsen; Regionales Raumordnungsprogramm mit Ausweisung Windenergie-Vorrangstandorte
  • zahlreiche Erörterungstermine und Stellungnahmen zur Planung A39 LK Uelzen und Gifhorn
  • Beratung Außenanlagen Fa. Bauck KG Rosche, Bohlsener Mühle

6. Wir haben den Finger in offene Wunden gelegt

  • Wildfütterungen in geschützten Biotopen (Langenbrügge, Räber, Haspel, Bornbusch…) sowie ungenehmigter Wegebau im NSG Bornbachtal im AK Natur und mit Jägerschaft diskutiert und tw. an Naturschutzbehörde gemeldet
  •  zu frühe Mähtermine auf Ausgleichsflächen

7. Wir haben miteinander gesprochen – regional und überregional

  • jährlich elf mitgliederöffentliche Vorstandssitzungen
  •  Arbeitskreis Natur Uelzen (Naturschutzverbände, Naturschutzbeauftragter, Naturschutzbehörde) alle drei Monate
  • NABU-JHV,  Jahresgespräch mit Untere Naturschutzbehörde
  • Workshops Klimaschutzkonzept Stadt Uelzen und LK Uelzen – Energieeffizienz und Naturschutz
  •  GRÜNE  - Information und Austausch auf Einladung der GRÜNEN Stadt und Landkreis
  • Lokale Aktionsgruppe zur Förderung von Projekten aus LEADER-Mitteln
  • BUND Kreisgruppenvorstandstreffen in Lenzen
  • Teilnahme an Arbeitskreisen Naturschutz und Verkehr in der BUND-Landesgeschäftsstelle
  •  Wasser- und Schiffahrtsamt über ökol. Bewirtschaftung der Dämme am Kanal als wichtiger Lebensraum für Schmetterlinge u.a. Insekten – Mähregime
  • Arbeitskreis Wolf, Umweltministerium
  • Arbeitskreis Datenhaltung (Artenerfassung à Artenschutz), Umweltministerium
  • Initiierung und Koordinierung des BUND-Widerstands gegen die Planungen der neuen Bahntrasse Lüneburg-Uelzen (Y-Trasse)
  • Kommunalpolitiker z. Thema Stadtgrün, Saumbiotope

Amphibienrettung in Holdenstedt – 04.04.2018

Seit gestern Abend wandern die Amphibien. Heute früh um sieben waren die Eimer in Holdenstedt schon viel zu voll: 380 Amphibien - der größte Teil Erdkröten, 15 Grasfrösche, 2 Teichfrösche, 1 Teichmolch. Zum Glück gab es dank unserer Aktivitäten nur eine Handvoll Straßenopfer.
Wer helfen möchte kann sich unter mail@bund-uelzen.de melden.

So voll sollten die Eimer eigentlich gar nicht werden. Aber nach den starken Schneefällen vor ein paar Tagen beginnt die Krötenwanderung jetzt mit Macht.

erstmal relaxen und dann Ausschau halten nach den Weibchen

in Freiheit: jetzt denken Erdkröten und Teichfrosch nur noch an die Paarung

 

 

Wildkatzenerfassung im Landkreis Uelzen

2017 beteiligten sich zahlreiche Mitglieder der BUND Kreisgruppe Uelzen
(neben Förstern aus Landes- und Privatforst) am Wildkatzenmonitoring.

Wildkatze - BUND Archivfoto von Thomas Stephan

Was war das Ziel? Bundesweit wird untersucht, wo die seltene Wildkatze vorkommt. Um sie besser schützen zu können, will man langfristig die Korridore zwischen den einzelnen Populationen verbessern, damit Wanderungen stattfinden können und ein Genaustausch zwischen den Populationen leichter möglich wird. Das Wissen um die Lebensräume der Art könnte auch bei großen Planfeststellungen (Straßenbau z.B.) eine Rolle spielen (Wildbrücken …).
Groß war die Freude, als BUND-Mitglieder die ersten Katzenhaare am Lockstock fanden. Und erst Recht, als nach ein paar Monaten das Ergebnis der DNA Untersuchung feststand: Wir hatten tatsächlich eine Wildkatze nachweisen können.
Lockstöcke sind Holzstäbe, die für einen kurzen Zeitraum mit Baldrian besprüht werden, um möglicherweise im Gebiet vorkommende Wildkatzen zum Markieren zu bewegen.

gelbe Sterne:       Messtischblätter in denen gesucht wurde
schwarze Sterne: Messtischblätter in denen die Wildkatze nachgewiesen werden konnte

 

 

Jens Kirsten und Annegret Schubert                Vorsichtig werden die Katzenhaare mit
kontrollieren Wildkatzen-Lockstöcke                der Pinzette abgenommen und für die
der BUND Kreisgruppe Uelzen.                        DNA-Untersuchung gesichert.

Jens Kirsten gelang sogar ein Foto mit der Wildkamera von der Wildkatze am Lockstock.



Sie meinen, wir sollten zusammen etwas für den Naturschutz tun?

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Interessierte melden sich bitte bei Tom Gieger.

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