Dieksbeck

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Schutzzweck

Erhaltung, Pflege und natürliche Entwicklung des Dieksbachs und seiner Niederung sowie seiner angrenzenden Bereiche als Lebensraum schutzbedürftiger Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensgemeinschaften sowie die Erhaltung als Teil des Kulturdenkmals „Lüneburger Landwehr“.
Das NSG ist besonders geprägt durch

  • einen hohen Flächenanteil ungenutzter bzw. extensiv genutzter Bruch- und Auwälder,
  • einer teilweise vermoorten Bachniederung,
  • einem geringen Anteil extensiv genutzten Grünlandes sowie Nadelholzforsten und
  • einem Heidemoor außerhalb der Bachniederung.

Lediglich an drei Stellen reichen die Nadelholzbestände bis an den Dieksbach heran.
In den nicht oder extensiv genutzten Flächen zeichnet sich das Gebiet durch eine standorttypische Fauna und Flora mit zahlreichen seltenen und gefährdeten Arten aus. Mit dem Vorkommen historisch alter Wälder weist das Gebiet selten gewordene Landschaftselemente auf, die sich gleichzeitig durch eine hervorragende Schönheit auszeichnen.

Die Erklärung zum NSG bezweckt insbesondere

  1. die Erhaltung und naturnahe Entwicklung des Dieksbachs und seiner Niederung,
  2. die Erhaltung und Entwicklung naturnaher ungenutzter Laubwälder, insbesondere von
    a. Erlen- und Eschenwäldern der Auen und Quellbereiche,
    b. Bodensauren Eichen-Mischwäldern,
    c. Bodensauren Buchenwäldern,
  3. die Erhaltung und Entwicklung sonstiger naturnaher Lebensräume, z.B. Feuchtgebüsche, Röhrichte, Rieder, Hochstaudenfluren,
  4. die Erhaltung und Entwicklung von Übergangs- und Heidemooren und angrenzender Bereiche,
  5. den Schutz und die Förderung charakteristischer Tier- und Pflanzenarten der Bachniederungen, der Laubwälder, der Übergangs- und Heidemoore mit den angrenzenden Bereichen sowie ihrer Lebensgemeinschaften,
  6. die Bewahrung der hervorragenden Schönheit des NSG und insbesondere die unbeeinflusste Entwicklung der besonderen Eigenart, Vielfalt und herausragenden Schönheit natürlicher Waldökosysteme,
  7. die Erhaltung von Staudammresten, sofern sie Teil der „Lüneburger Landwehr“ sind, und
  8. die Förderung der Ruhe und Ungestörtheit des NSG

Die Ausweisung des NSG ist ein Beitrag zum Aufbau und zum Schutz des Europäischen ökologischen Netzes „Natura 2000“. Sie dient damit der Umsetzung der FFH-Richtlinie.

Für die langfristige Entwicklung des NSG sind

  1. das Zulassen von eigendynamischen Prozessen,
  2. die Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Dieksbachs,
  3. die Reduzierung anthropogener Stoffeinträge, die Verhinderung von Maßnahmen, die geeignet sind, die Pflanzen- und Tierwelt zu schädigen, zu verändern, zu beeinträchtigen oder die angestrebte Entwicklung zu behindern,
  4. die Wasserrückhaltung in entwässerten Flächen durch Verdämmung der Gräben und Dräns,
  5. die Entnahme standortfremder Baumarten und die Verhinderung der Naturverjüngung nicht standortheimischer Baum- und Straucharten mit waldbaulichen Methoden,
  6. die Entkusselung der unbewaldeten Anmoore und Heidemoore,
  7. die Aufgabe bzw. Extensivierung von Nutzungen,
  8. die Entwicklung naturnaher Waldbestände und
  9. angepasste Schalenwildbestandsdichten, die eine Naturverjüngung von Laubholzarten ohne forstliche Schutzvorkehrungen ermöglichen

von besonderer Bedeutung.

Siehe auch NLWKN.



Jahresberichte

Einblicke in die Arbeit des BUND, seine Einnahmen und Ausgaben, die Zahl seiner Mitglieder und Förderer – das alles und noch viel mehr finden Sie im

Jahresbericht 2008 des Bundesverbandes (4,5 MB)
Jahresbericht 2008 des Landesverbandes (2,9 MB)

Jahresbericht 2007 des Bundesverbandes (3,9 MB)
Jahresbericht 2007 des Landesverbandes (2,8 MB)

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