FFH-Gebiete im Landkreis Uelzen

Die FFH-Gebiete wurden aufgrund einer EU-Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen ausgewiesen, deren Ziel ein zusammenhängendes ökologisches Netz von Schutzgebieten in Europa (Natura 2000) ist.

FFH ist eine Abkürzung für die drei Schutzgüter
Flora (Pflanzen) - Fauna (Tiere) - Habitat (Lebensraum).

Laut Artikel 11 überwachen die Mitgliedstaaten den Erhaltungszustand der in Artikel 2 genannten Arten und Lebensräume, wobei sie die prioritären natürlichen Lebensraumtypen und die prioritären Arten besonders berücksichtigen.
Diese Aufgabe liegt beim Landkreis Uelzen - Umweltamt - als unterer Naturschutzbehörde.

Zur Förderung dieser Aufgabe hat die EU das kofinanzierte Förderprogramm Life+ eingerichtet. Es gilt zur Zeit bis 2013. Das NLWKN betreibt diese Projekte unter dem Namen LIFE-Natur.

Aktuell bestehen im Landkreis folgende FFH-Gebiete:

  • Ilmenau mit Nebenbächen (071)
    Naturnahe Fließgewässer mit dem größten Komplex von Erlen-Eschenwäldern u. feuchten Eichen-Hainbuchenwäldern im Naturraum Lüneburger Heide. Verbesserung der Repräsentanz von Meer- und Flussneunauge. Vorkommen weiterer Tierarten (z.B. Grüne Keiljungfer).
  • Lohn (076)
    Einer der wenigen Waldmeister-Buchenwälder der naturräumlichen Haupteinheit 'Lüneburger Heide'. Teilfläche als Naturwald ohne forstliche Nutzung ausgewiesen. Tümpel mit Bedeutung als Laichgewässer für Amphibien.
  • Gewässersystem der Luhe und unteren Neetze (212)
    Eines der bedeutendsten Vorkommen von Meerneunauge, Flussneunauge, Schlammpeitzger und Steinbeißer u.a.. Repräsentanz zahlreicher Lebensraumtypen und Arten in den Naturräumen Elbmarsch und Lüneburger Heide.
  • Rotbauchunken-Vorkommen Strothe/Almstorf (244)
    Einziges Vorkommen der Rotbauchunke in der atlantischen Region, von herausragender Bedeutung für die Repräsentanz dieser Art im Netz „Natura 2000“. Außerdem bedeutendes Vorkommen des Lebensraumtyps "Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions", ferner Vorkommen des Kammmolches.
  • Bobenwald (261)
    Einer der größten zusammenhängenden Bestände des Lebensraumtyps "Hainsimsen-Buchenwald" im Naturraum Lüneburger Heide.
  • Kammmolch-Biotop Mührgehege/Oetzendorf (262)
    Größtes bekanntes Vorkommens des Kammmolches im Naturraum Lüneburger Heide. Außerdem Übergangs- und Schwingrasenmoor.
  • Konau bei Braudel (278)
    Verbesserung der Repräsentanz von bodensauren Eichenwäldern auf Sandebenen im Naturraum 'Lüneburger Heide'.
  • Kammmolch-Biotop nordöstlich Langenbrügge (285)
    Verbesserung der Repräsentanz des Kammmolches im Naturraum 'Lüneburger Heide'. Daneben bedeutsame Vorkommen von Übergangs- und Schwingrasenmooren und Moorwäldern sowie Vorkommen des Fischotters.
  • Ise mit Nebenbächen (292)
    Verbesserung der Repräsentanz der Lebensräume von Steinbeißer und Bitterling im Naturraum 'Lüneburger Heide'. Außerdem Vorkommen des Bachneunauges. Vorkommen des Fischotters.
  • Lünsholz (437)
    Repräsentativer Bestand von Hainsimsen-Buchenwald (Tiefland-Ausprägung), Kernbereich von 29 ha als Naturwald ohne forstliche Nutzung ausgewiesen (totholzreicher Altholzbestand). Aus früheren Jahren Nachweise des Hirschkäfers.

Die genaue Ausdehnung der Gebiete finden Sie auf den interaktiven Karten des niedersächsischen Umweltministeriums.



Jahresberichte

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