Schlehenhecken sind voller Leben!

Nierenfleck-Weibchen nach der Eiablage (weißer Punkt) in der Astgabel einer Schlehe. Foto: H. Göttsche

Allein mehr als 40 Schmetterlingsarten nutzen Schlehen als Futterpflanze für ihre Raupen! Im Frühjahr sind Schlehenblüten eine der ersten wichtigen Nahrungsquellen für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln.
Die dornigen Schlehenhecken sind Nist- und Lebensraum für Neuntöter, Dorngrasmücke und andere Vögel. Hier finden sie auch reichlich Raupen und anderes Kleingetier für ihren Nachwuchs.
Im Herbst sind die Früchte beliebt bei Vögeln, Igeln, Mardern – und Menschen (Schlehenlikör). Intakte Schlehenhecken bieten auch im Winter Schutz z.B.  für Feldhase, Igel, Rebhuhn und Eidechse.
Auch die Schmetterlinge brauchen ungestörte Heckenbereiche. Die Eier des schönen Nierenfleck-Zipfelfalters überwintern an den Spitzen der Zweige.  Die üblichen maschinellen Pflegemaßnahmen  lassen solchen seltenen, bedrohten Arten keine Chance, da ihr Nachwuchs beim vollständigen Rückschnitt langer Feldhecken umkommt. Am Elbe-Seitenkanal werden die Gebüsche an den Böschungen schonender gepflegt und sind auf langen Strecken vernetzt, so dass dort noch Eifunde im Winter nachzuweisen sind. Eine Untersuchung zahlreicher Hecken und Gebüsche zeigt anhand der Eifunde: dieser Falter ist im Landkreis Uelzen schon sehr selten!

Dr. Helga Göttsche



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