Die Speer-Azurjungfer - Libelle des Jahres 2020


Die Speer-Azurjungfer gehört zu den Spezialisten unter den Libellen. Sie benötigt nährstoffarme, moorige Gewässer. Und so verwundert es nicht, dass sie in den letzten 20 Jahren immer seltener zu beobachten ist.

Viele Pflanzen- und Insektenarten leiden aktuell unter der fast flächendeckenden Überdüngung unserer Landschaft, so auch die Gewässer, die im Einflussbereich intensiv genutzter landwirtschaftlicher Flächen liegen.

Außerdem sind in den letzten Jahren viele Kleingewässer in unseren Heidemooren durch abgesunkene Grundwasserstände trockengefallen und bieten keine Entwicklungsmöglichkeiten für die Larven mehr.

Aber es gibt auch Lichtblicke. Diese liegen insbesondere in der Umsetzung der EU-weiten Maßnahmen zum Moorschutz. Durch Wiedervernässung sind neue Moorgewässer entstanden und hier hat sich – zumindest punktuell - der Bestand der Speer-Azurjungfer bereits erfreulich stabilisiert.

Bei uns findet man sie in nennenswerter Anzahl z.B. noch im Lopautal (HK), im Kiehnmoor/Brambosteler Moor (UE und CE), im Bereich der Kieselgurgruben bei Oberohe und in den Wiedervernässungsflächen des Becklinger Moores (CE).

 Die Unterscheidung der verschiedenen Azurjungfern ist kompliziert. Nicht immer ist das namengebende Merkmal am zweiten Hinterleibssegment gut sichtbar ausgebildet, sondern vielmehr sehr variabel.

Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) Paarungsrad ©Maike Sprengel-Krause
Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) m. ©Maike Sprengel-Krause
Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) ©Maike Sprengel-Krause


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